Montag, 26. Dezember 2016

Es war einmal Aleppo


Das Buch habe ich einige male bei Instagram gesehen und fand das Cover schon recht interessant, als ich dann aber gesehen habe das die liebe Sarah von gre-phi eine Verlosung startet wo sie drei Exemplare dieses Buches verlost, konnte ich ich natürlich nicht zurück halten und musste mitmachen. Glücklicherweise stand zwei Tage nach Ende der Verlosung das Buch in meinem Bücherregal.

Zum Buch   Als Antonia mit ihrer Familie aus einem Technik freien Urlaub in Dänemark kommt und ab der deutschen Gänze wieder das Handy verwenden darf trifft es sie alle vier gleich. Unendlich viele SMS und E-Mails, Nachrichten berichten auch davon. Direkt gegenüber ihres Hauses in Deutschland wurde ein Erstaufnahmelager für Flüchtlinge aufgemacht. IN dem alten Tennisclub der sowieso leer stand. Nun leben dort mindestens vierhundert Flüchtlinge aus Syrien, Albanien und vielen anderen Ländern. Das aber trifft in der Gemeinde von Antonias Heimatstadt auf Kritik und Missmut. Selbst Antonia ist sich nicht sicher was sie davon halten soll, doch als Fee ihre beste Freundin sie mit in das Heim nimmt und ihr zeigt wie schlecht es die Flüchtlinge dort haben, entschließt sie sich dazu den Flüchtlingen zu helfen, sie engagiert sich beim DRK und wird Ehrenamtliche Helferin dort. Dabei kommt sie dem gut aussehenden Shirvan immer näher, er erzählt ihr immer mehr von seinem Schicksal und krempelt Antonias Meinung einmal gehörig um.

Meine Meinung   Dieses Buch hat in mir so unglaublich viele Emotionen geweckt. Es ist so erschütternd, vor allem wenn man das Buch durch gelesen hat und zum Nachwort kommt. In diesem wird von Jennifer Benaku versichert, dass sie sich kein einziges Ereignis was im Buch beschrieben ist ausgedacht hat. Sie hat zwar der Dramaturgie wegen einige Ereignisse zusammen gefasst und auf einen Ort angewendet, trotzdem ist es erschreckend das alles war ist. Zudem wird von ihr noch gesagt, dass die Schicksale die im Buch beschrieben sind, alle noch relativ gut davon gekommen seien. Sie habe die Schicksale ausgewählt, da es nicht allzu heftig werden solle, da es sich um ein Buch ab 12 handele. Diese Aussage hat mich ganz schön erschüttert, da ich die Geschichten von den einzelnen Personen schon ganz schön heftig fand.
Außerdem hat mich das Buch an so vielen Stellen so unfassbar wütend gemacht das ich hätte los heulen können. Ich denke ihr wisst was ich meine, wenn man sich so sehr aufregt das man heulen und schreien könnte.

Zudem hat mich die Situation so am eine erinnert die ich in der Schule mitbekommen hatte. Bei uns in der Schulsporthalle waren ca. ein halbes Jahr ungefähr 450 Flüchtlinge untergebracht. Und die Sporthalle war nicht sonderlich groß. Aber sie waren trotz allem immer sehr freundlich und nett wenn man sie getroffen hat, was nicht allzu selten passiert ist, da sie mit uns zusammen in der Mensa essen konnten. Sie hatten geregelte Essenszeiten zu denen ein gewisser teil der Mensa für sie freigehalten wurde. Das fand ich zu meinem Beschämen erst mal recht komisch, allerdings hat man sich da relativ schnell dran gewöhnt. Sie waren wirklich immer nett hielten einem die Tür zur Mensa auf und begrüßten einen immer mit einem netten, leicht unverständlichem Guten Morgen/Tag.
Genau das fand ich auch in dem Buch wieder, die Flüchtlinge in dem Buch wurden ebenso als nett, zuvorkommend und immer sehr Gastfreundlich beschreiben. Vor allem Shirvan wurde einem von Kapitel zu Kapitel sympathischer. Und auch die Eltern von Antonia die zu beginn des Buches stickt gegen das Flüchtlingsheim sind ändern nach und nach ihre Meinung.
Allerdings hat mich der Bruder von Antonia am meisten genervt, er war so unerträglich mit seinen Kommentaren und ständigen aggressiven Taten gegenüber der Flüchtlingen.

Zudem ist der Schreibstil einfach grandios. Zu beginn ist es etwas scher rein zu kommen, die Geschichte beginnt mit keiner Liebesgeschichte und dauert auch etwas bis es dazu kommt, tortzdem ist es einfach grandios.
Hiermit kündige ich zum 31.12.16 auch schon mal einen Eintrag an und zwar "Jahreshighlights 2016", denn dieses Buch werdet ihr auf jeden Fall unter den Top 5 Büchern finden.

Zitat   Vierhundert Menschen mehr in deiner Nähe bedeuten vermutlich zwei oder drei gefährliche Menschen mehr in deiner Nähe. Aber vergiss nicht: Es bedeutet auch dreihundertsiebenundneunzig gut mehr.  (S. 153)
Zu überleben hat nur dann einen Sinn, wenn man weiter leben kann. Shirvan kann! (S. 488)

Fazit Das Buch ist ein Buch was wirklich jeder gelesen haben muss. Es verändert sie Sichtweise auf de Flüchtlingskriese so imens das ihr euch später selber fragen werdet wie ihr nur anders darüber habt dennken können. EIN ABSOLUTES MUSS!!!
Sterne: ✴ ✴ ✴ ✴ ✴ Sterne von 5 möglichen
(wenn mehr möglich wären, würde das Buch auf jeden Fall mehr bekommen. )

Zum Autor   Jennifer Benkau, Jahrgang 1980, ist erfolgreiche Autorin und schreibt Fantasy- und Jugendromane sowie psychologische Thriller. 2013 erhielt sie den DELIA- sowie den UH!-Literaturpreis. Sie ist Mitglied des Autorenlabels INK REBELS (ink-rebels.de). Jennifer Benkau lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und vielen Tieren im Rheinland

Klappentext   Es ist wie ein Schlag ins Gesicht. Antonia kommt mit ihrer Familie aus dem Urlaub, und plötzlich leben mehrere hundert Flüchtlinge nebenan.
Klar – irgendwo müssen sie unterkommen. Aber ausgerechnet hier?Doch dann trifft Toni auf Shirvan. Und mit jeder skeptischen Frage, die sie ihm stellt, wird die Sache verzwickter.


Weitere Bücher von Jennifer Benkau:

Wenn wir fallen
Stolen Mortality
Dark Canopy
Mit Rosen bedacht 

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