Sonntag, 1. Januar 2017

Interview mit Peter H. Drivewood

Über Instagram bin ich mit Peter H. Drivewood in Kontakt getreten. Wir schrieben eine Weile hin und her und schließlich war ich so neugierig auf sein bald erscheinendes Buch, dass ich ihn nach einem Interview fragen musste, schließlich sollst du ja auch was davon haben. 



Bei Peter H. Drivewood handelt es sich um einen Autor welcher gerade sein Debüt-Roman zu veröffentlichen versucht und dabei schon recht weit gekommen ist. Schließlich bot er mir an, mir das Manuskript zu schicken, welches er auch an mehrere Verlage gesendet hat. Es beinhaltet den kompletten Aufbau und die ersten 30 Seiten des Buches. 



Ich war von den ersten 30 Seiten schon so unglaublich geflasht, dass ich unbedingt wissen muss wie es weiter geht, hoffentlich wird es bald veröffentlicht. 

Besucht ihn gerne mal auf seiner Instagram Page oder seine Facebook Seite


Das Cover und den Titel des Buches darf ich offiziell noch nicht nenne aber wenn es beschlossene Sache ist und fest steht wann und wo es veröffentlicht wird, werde ich dazu eine Aktualisierung machen. 

Erzäl etwas über dich?
Ich bin knapp 20 Jahre alt, lebe im Rheinland und arbeite in kaufmännischen Bereich der Automobilbranche. Neben dem Lesen und Schreiben liegt mir der Sport sehr am Herzen. Ich spiele Fußball, reite und fahre Mountainbike.

Wie bist du auf dein Pseudonym gekommen und wofür steht das "H."?
Mein Pseudonym setzt sich aus meinem Zweit- und Drittnamen, sowie dem Nachnamen meiner Mutter zusammen. Der Name ist also nicht völlig ausgedacht, sondern gehört wirklich zu mir. Das "H."steht für Henry.

Was für Genres liest du am liebsten?
Ich lege mich da nicht besonders fest. Zum einen lese ich gerne politische Sachbücher, aber auch viele Romane. Historische, Dramen oder auch Thriller.

Was ist dein Lieblingsbuch?
"Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé.

Welches Buch hat dein Leben oder deine Sicht auf die Welt verändert?
da gibt es sehr viele, sodass es mir schwer fällt, eines besonders hervorzuheben. Spontan denke ich, auch wenn es etwas albern klingen mag, an die Geschichte von Peter Pan.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
In meiner Kindheit und Jugend war es lange mein Ziel Musiker zu werden. Ich habe auch in mehreren Bands gespielt. Irgendwann ist mir allerdings aufgefallen, dass mir dabei besonders das Schreiben der Texte gefallen hat. Also dachte ich mir "Warum nicht einfach mal ausprobieren?!". Außerdem war ich schon immer ein fantasiereicher und verträumter Mensch, denke ich. Ich fing an verschiedene Geschichten zu schreiben, habe aber bis zu meinem voraussichtlichen Debüt-Roman keine zu Ende gebracht. 

Worum geht es in deinem Debüt -Roman?
Vor allem geht es um eine unglaubliche Freundschaft. Ein elfjähriger Amerikaner wurde Opfer von afrikanischen Terroristen. Nach einer brutalen Gefangenschaft kann er zwar in seine Heimat zurückkehren, leidet aber natürlich sehr unter seinen Erfahrungen. Lediglich sein bester Freund  erlangt noch Zugang zu ihm ansonsten versucht er sich völlig von der Außenwelt abzutrennen. Nachdem sein Freund aber im Internet auf verrückte Verschwörungstheorien zum Terror trifft, wird die ganze Sache für die beide Kinder immer komplizierter ...

Wie bist du auf die Geschichte gekommen? 
Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich habe mich sehr viel mit politischen Themen wie 9/11, dem Irakkrieg oder auch "Operation Northwoods" befasst. Zeitgleich setzte ich mich aber auch mit psychologischen Abhandlungen zu Angststörungen und Albträumen bei Kindern auseinander. Ich schätze, dass durch diese Konstellation irgendwie die Idee in meinem Kopf entstanden sein muss. Als ich sie aber hatte, musste ich sofort loslegen.  

War es leicht über ein solch ergreifendes Thema zu schreiben?
Nein, das war es nicht. Ich habe mir zwar immer vor Augen gehalten, dass es nicht darum gehen darf, politische Botschaften zu vertreten, sondern einfach eine gute, aber auch völlig fiktive Geschichte im Vordergrund stehen sollte. Dennoch verfällt man natürlich auch diesen Aspekten und macht sich dabei viele Gedanken über das Weltgeschehen. Außerdem waren da ja auch noch die menschlichen und emotionalen Seiten des Buches. Mir war beim Schreiben sehr wichtig, es traurig, brutal und schockend für den Leser darzustellen, an manchen Stellen auch ekelerregend und abstoßend. Ich befasste mich mit Berichten von Menschen, die den Terror oder inhumane Gefangenschaften miterleben mussten. Das hat mich dabei natürlich sehr inspiriert. 

Du sagtest, dass du Berichte von Opfern des Terrors verwendet hast um dich zu inspirieren. Wie war es solche Berichte zu lesen und sie dann so umzuschreiben das es alles oder ähnliches, einem kleinen Jungen von gerade mal elf Jahren passiert?
Von solchen Erfahrungen und Erlebnissen zu lesen, sorgt natürlich für beklemmende Gefühle. Meinen Protagonisten solchen Situationen dann auszusetzen, fiel mir nicht leicht, denn die fiktiven Figuren die ich geschaffen habe, sind mir sehr ans Herz gewachsen. Also machte mich das ganze auch sehr traurig, was mir aber genauso als Bestätigung für die richtige Stimmung diente. Wenn ich nicht selbst genügend Emotionen mit meinem Werk verbinde, kann ich auch nicht erwarten, dass solche beim Leser hervorgerufen werden.

Wie lange hast du an dem Buch geschrieben?
Für die eigentliche Geschichte habe ich weniger als ein Jahr gebraucht. Vor allem aber das Überarbeiten war am zeitaufwendigsten. Insgesamt habe ich bisher anderthalb Jahre in dieses Buch investiert und bin noch immer nicht ganz fertig, bzw. hundertprozentig zufrieden.

Bist du jemand der beim abgeben des Manuskriptes zufrieden mit dem Buch ist oder bist du Perfektionist und denkst du hättest irgendwas noch besser machen können?
Wie ich bei der vorherigen Frage bereits angedeutet, gibt es bisher noch immer Dinge, die ich anders machen möchte oder wo ich Verbesserungspotzenzial sehe. Auch dadurch, dass während dieses Entstehungsprozesses unheimlich viel auf der Welt durch den Terrorismus passierte, stoße ich hier und da auf Ecken und Kanten. Natürlich will man sich von diesen Taten nicht den Wind aus den Segeln nehmen lassen, aber dennoch muss auch ich mir dann manchmal die Frage stellen, was angebracht ist und was nicht. Auch wenn ich betone, dass es sich bei meinem Buch um eine völlig fiktive Story handelt, möchte ich aufpassen, dass ich nicht auf gereizte Nerven bei den Menschen treffe. 

Wann denkst du wird das Buch voraussichtlich erscheinen?
Das kann ich noch nicht genau sagen. Zurzeit bin ich noch auf der Suche nach dem für mich richtigen Weg. mittlerweile gibt es ja so viele Möglichkeiten sein Werk zu veröffentlichen und es fällt einem nicht leicht, sich festzulegen. Im Moment möchte ich mir noch einfach alle Türen offen halten. Erst war mein Plan es via Selfpublishing zu versuchen. Nun ziehe ich aber auch eine Veröffentlichung über Verlage in Betracht. dazu führe ich hier und da auch schon ein paar Gespräche, konkret ist aber noch nichts. Ich muss für mich einfach die beste Lösung finden. Doch mir ist eine Veröffentlichung in 2017 sehr wichtig. Später wird es auf gar keine Fall

Wirst du von vielen unterstützt (Familie, Freunde usw.)? 
In meinem Umfeld wissen nur wenige, dass ich überhaupt schreibe. Aber diejenigen, denen ich das anvertraut habe, bringen mir viel Unterstützung entgegen oder zeigen zumindest großes Interesse. 

Wurde dir von irgendjemandem mal gesagt, dass du es nicht schaffen würdest?
Nein, in Bezug auf das Schreiben habe ich das noch nicht gesagt bekommen. Ich wäre aber auch niemand, der sich davon aus der Fassung bringen ließe. dafür bin ich wohl zu ehrgeizig.
        
Was würdest du Leuten empfehlen die ebenfalls ein Buch schreiben wolle?
Einfach loslegen! Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass in jedem Kopf das Potenzial für großartige Geschichten steckt und man sollte sich, wenn man das wirklich will, von keinem Hindernis aufhalten lassen. An jeder Hürde kann man wachsen, wenn man versucht sie zu meistern. Wichtig ist Kampfgeist und Durchhaltevermögen zu zeigen, vor allem aber einfach seinen Gefühlen und der Fantasie freien Lauf zu lassen. Der Rest fügt sich und man lernt immer dazu.




Vielen Dank dafür, dass du mir die Fragen beantwortet hast. Ich hoffe wir bleiben in Kontakt und wir hören nur gutes über dein Buch.


Alle verwendeten Bilder, mit ausnahme des obersten, sind von Peter H. Drivewoods Instagram Page.





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