Interview mit Jessica Koch

By Lisa - 9/22/2017 06:39:00 nachm.

Ich durfte mich die letzten paar Wochen geehrt fühlen denn ich durfte mit der lieben Jessica Koch in Verbindung treten und habe die Möglichkeit ergriffen und um ein Interview gebeten. Ich denke jeder hat mittlerweile schon mal was von ihrer Danny Trilogie gehört. Diese Buchreihe ist einfach unglaublich aber auch ihr neues Buch was letzen Monat erschienen ist ist einfach unglaublich. Jeder der ihre Bücher noch nicht kennt sollte sie sich mal genauer angucken. Zudem habe ich neulich herausgefunden, dass sie ebenfalls auf der Frankfurter Buchmesse sein wird. Vielleicht lernt man sich dort ja persönlich kennen. 
Log geht's...





Ich - Was macht Sie aus und was für ein Mensch sind Sie?

Jessica Koch - Ich bin ein sehr offener und aufgeschlossener Mensch, der schnell Kontakte knüpft. Allerding dauert es oft sehr lange, bis ich wirkliche Freundschaften schließe.

Ich - Lesen Sie selber viel? Wenn ja was ist Ihr absolutes Lieblingsbuch und wieso genau das?

Jessica Koch - Früher hab ich viel gelesen. Horror und Thriller. Seitdem ich selbst schreibe fehlt mir einfach die Zeit dazu.

Ich - Wie sind Sie zum schreiben gekommen?

Jessica Koch - Die Frage hab ich schon so oft beantwortet, ich glaube das weiß nun mittlerweile wirklich jeder ;-)

Ich - Hatten Sie Angst ihr erstes Buch über Ihre und Dannys Geschichte zu veröffentlichen? ACHTUNG ANTOWRT SPOILERT DAS BUCH "DEM HORIZONT SO NAN"

Jessica Koch - Angst nicht direkt. Früher war es halt so, wenn die Leute von Dannys HIV-Infektion erfahren haben, wurde die Straßenseite gewechselt und uns die Tür vor der Nase zugeschlagen. Solche Reaktionen habe ich erwartet - aber mittlerweile stehe ich da echt drüber.
Umso mehr habe ich mich drüber gefreut, dass eben diese Reaktionen komplett ausblieben.

Ich - Ich habe einmal irgendwo gelesen, dass sie das Buch geschrieben haben, es an einen Verlag Geschichte haben und der wollte es sofort veröffentlichen. Was ging Ihnen damals durch den Kopf und wieso haben sie es dann doch nicht veröffentlicht?

Jessica Koch - Das war vor sehr langer Zeit. Es steckte kein ernsthaftes Interesse dahinter, als ich es an einen Verlag schickte. Ich hatte nicht vor, mein Leben zu veröffebtlichen.

Ich - Hat Sie das Schreiben der Geschichte über Sie und Danny eine gewisse Überwindung gekostet? Es war sicher nicht leicht darüber zu schreiben und es dann auch zu veröffentlichen. Ich meiner Rezension zu "Dem Horizont so nah", danke ich Ihnen immer wieder dafür, dass sie uns so "nah" an sich heran lassen, denn mit der Geschichte, mit dem Buch, geben sie ja Ihr ganzes Leben preis. (quasi)

Jessica Koch - Das Schreiben war für mich eine Zeitreise, die sehr viel Spaß gemacht hat. Das zweite Buch zu schreiben war deutlich schwieriger. 
Ich sage den Lesern immer, sie sollen es nicht als Autobiografie, sondern als Roman lesen, denn ein solcher soll es ja auch sein.

Ich - Ich selber konnte "Dem Horizont so nah" ab einem bestimmten Punkt nicht weiter lesen, da ich es einfach so schrecklich und traurig fand was Danny widerfahren ist. Beruht wirklich alles aus dem Buch auf wahren Fakten bzw. Begebenheiten oder ist ein teil wenn auch ein kleiner dazu gedacht?

Jessica Koch - Wie schon oben erwähnt, sollen die Leser das Buch als Roman sehen und lesen, denn als solcher ist es gedacht. Ich habe das alles aus meiner Erinnerung geschrieben und übernehme keine Garantie für die Fakten.
Allein Daten, Zeiten und Orte sind natürlich geändert. 
Auch wurden viele Dinge zusammengefasst und vereinfacht.
So sind Danny und ich zwar auch das eine oder andere Mal vom Pferd gefallen, aber der im Buch beschriebene Sturz passierte in Wirklichkeit von seinem Mountainbike. Jetzt mal als Beispiel.

Ich - Wie war es für Sie, mit ihrem neuen Buch "Die Endlichkeit des Augenblicks" das erste mal eine Story zu erfinden? Etwas komplett neu aufzubauen? [war es einfacher/schwerer, hat es mehr Spaß gemacht, hat es länger gedauert]

Jessica Koch - Naja, auch in diesem, Buch hab ich viele Begebenheiten oder Dinge aus meinem Leben aufgegriffen und verwendet.
Das Schreiben war natürlich schwerer und hat um einiges länger gedauert, einfach weil ich sehr viel recherchieren, nachdenken, planen und umplanen musste.
Die andere Geschichte war ja in meinem Kopf und ich musste sie einfach nur abschreiben.

Ich - Auch von dem Buch "Die Endlichkeit des Augenblicks" war ich restlos überzeugt, ich komme leider wegen meiner Arbeitszeiten fast nur noch in der Bahn zum lesen, trotzdem konnte ich meine Emotionen nicht zurückhalten und musste das ein oder andere mal schmunzeln aber mir auch ein paar Tränchen verdrücken. Es ist unglaublich!
Was ist Ihnen beim Schreiben am wichtigsten? 

Jessica Koch - Ich möchte die Menschen nicht einfach nur unterhalten. Ich möchte Botschaften vermitteln. Die Menschen zum Hinsehen und Umdenken bewegen. 

Ich - Was denken Sie jedes mal vor dem Veröffentlichen eines neuen Buches? Sind Sie sehr nervös?

Jessica Koch - Ich bin sehr ehrgeizig und ein Perfektionist. Also, ja - bin ich!

Ich - Wird man in der Zukunft noch weiteres von Ihnen hören? Ist schon ein weiteres Buch in Planung?

Jessica Koch - Ja und ja

Ich - Würden sie einer Verfilmung einer Ihrer Bücher zustimmen und welche Schauspieler würden sie am liebsten in der jeweiligen Rolle sehen wollen? [angenommen alle Schauspieler wären möglich]

Jessica Koch - Ich habe einer Verfilmung von "Dem Horizont so nah" bereits zugestimmt. Die Schauspieler kann ich nicht auswählen - ich könnte mich da nie entscheiden. Mir wäre da nie einer gut genug :D

  • Share:

You Might Also Like

0 Kommentare